Sandbox 2

Kapitel 10: Für dich ein Wiegenlied

Er streckte seinen Arm aus und bildete eine senkrechte Fläche mit seiner Hand. Seinen Körper beförderte er in eine Stellung, in der es einfacher wäre die Energie an seiner Hand zu sammeln. Er atmete ein und aus. "Sechshundertundzwanzigster Absatz.", sagte er mit geschlossenen Augen. Als er diese Worte ausgesprochen hatte, bildete sich ein Bild in seinem Kopf, das ein niedergeschriebenes Muster zeigte. "Ausführen." Unterbewusst aktivierte er dieses und ein Fluss aus Licht lief seine Adern hoch. Das Licht sammelte sich in seinem rechten ausgestrecktem Arm. Seine Augen öffneten sich.

Ein Ring aus Feuer vor der Handfläche des Mannes inmitten der grünen Wiese entstand und wirbelte in sich hinein, bis er nach einer kurzen Weile die Hand schloss. Kurz danach reagierte der Feuerring, indem dieser nach vorne raste. Der Feuerring flog mehrere Meter nach vorne, bis er irgendwann ausging. Der Mann blickte nach hinten, dorthin, wo gerade die junge Dame unter einem Baum saß und ihn beobachtete. Sie lächelte.

Da sich der Mann von der Dame mehrere zehn Meter entfernt befand, rief er eine Frage nach hinten. Die junge Frau verstand und öffnete ein neben ihr liegendes Buch, und blätterte eine Weile lang.

"Siebenhundertunderster Absatz mit Zwischensequenz!", rief sie schließlich dem Mann zu.

Der Mann bedankte sich, drehte sich wieder um und schloss ein weiteres Mal seine Augen. "Siebehundertunderster Absatz. Setzen." Er streckte seine Hand und seinen Zeigefinger aus.

Ein kleiner Wasserblob entstand vor seinem rechten Zeigefinger und wurde immer größer, bewegte sich jedoch nicht von der Stelle. Da der Blob seine maximale Größe nach ein paar Sekunden erreicht hat, zog der Mann wieder seinen Arm ein und öffnete seine Augen. Er fing damit an Kreise um den Wasserblob zu ziehen und ihn zu untersuchen, indem er immer wieder einen Finger in diesen streckte. Anstatt jedoch, dass der Finger von dem Mann nass wurde, schwappte der Blob kurz hin und her und schwebte in die entgegengesetzte Richtung von dem Mann.

Zufriedend nickte er und klatschte ein Mal mit einem Lächeln in die Hände. "Ausführen."

Wie aus dem Nichts fiel der Blob zuerst auf den Boden und sprang dann in die Höhe, wo man ihn wegen dem blauen Himmel nicht mehr erkennen konnte. Die Dame verstand nicht recht und blickte auf den Mann. Dieser jedoch zeigte mit einem Fingerzeichen nach oben, woraufhin sie ihren Blick in den blauen Himmel richtete.

Ein kleiner Regenbogen spannte sich über der Lichtung.

Kapitel 10: Ein König stirb immer allein

Sie schlug das Buch auf. Es war alt und verstaubt, der schwerer Umschlag fiel auf ihre Schenkel. Unter einem grünen blühenden Baum saß sie, dieses Mal alleine. Sie fing an zu lesen.

"(sitzt alleine im Zimmer. Blickt aus dem Loch in der Wand)
König. "Warum? Verlässt du mich nun auch? O, liebe Welt, deine Pracht vergangen, so vergangen wie ein Baum ohne Wasser."
(steinerner Turm stürzt ein)
König. "Vergebt mir. Nun bin ich alleine. Komplett alleine. Wie der Mond stehe ich hier - doch ohne Schein. Ohne Volk - kein Land - keine Nation - kein König. Nichts bin ich. Nur Asche - und dies allein."
(steht auf und schaut in die Ferne)
König. "Den Turm beneiden tue ich, alt und trüb, überwuchert mit Gräsern. Habe ich was zu verlieren? Die Entscheidung ist gefallen - doch nie war es die meine. Keinen Einwand hat ich - denn der König gehorcht allein seinem Volk."
(geht Treppe runter)
König. "So düster. Keinen Gott gibt es mehr in dieser Welt. Am Ende ihrer Tage. Und doch bin ich der letzte."
(steht mitten in der Straße und öffnet die Arme)
König. "Was will sie nur - wollte. Verlieren tat was man besessen hat. Doch habe ich diese Welt nie besessen - und verlieren nichts tue ich.-"
(Unterbrechung - hoher Turm nebenan stürzt ein)
König. "Das Herz der Stadt. Zerfallen und verlassen - meine Trauer finde ich nicht nur in mir - Nein, nicht doch. Schon lange habe ich mich aufgegeben."
König. (geht Straße entlang) "Wie lange noch, o, lang soll es noch dauern? Will ich nicht mehr, diese Welt sehen - sie riechen, schmecken. Doch vermisse ich die Gelächter, vor dieser anarchistischer Welt. Bedaure ich ohne Entscheidungen. Zu Wort meldete ich mich, doch hören tat keiner. O, warum nur, sehet nur. Blickt nieder, von oben."
(grauer Himmel - blickt nach oben)
König. "Entscheidungen - was tuen sie. Nein, nein, weg sind sie nun vollständig, nur ich bin hier."
(in der Fern das Glitzern)
König. "Nein. Keine Zeit hatten sie die Entscheidungen umzusetzen. Noch eine habe ich - die letzte ihrer Art. Eine Wohl habe ich noch - und werde ich wählen. Meine Entscheidung wird die letzte sein - denn der Letzte bin ich. Schmorren werde ich in den Höllenflammen, doch soll dies mir mehr recht sein als das Ende alleine - nur Trauer, Grau und Ruinen als Begleitung."
(rennt)
König. "Doch was tue ich da? Das Monument zerfetzen - die Erinnerungen erbersten. Frevel, nichts weiter als Ungläubigkeit. O, sage mir, was tue ich bloß - was soll ich tun?"
(tritt in Gallerie)
König. "Mein Herz ist warm. Die Erinnerungen an alle."
König. (fasst sich ans Herz aus Angst und Schmerz) "Schmerz. Laßet mich alleine."
König. "Dich warte. Allein? Was wünsche ich mir denn nun. Den Tod, Erlösung oder Hölle? Was bin ich nun - ein Teufel oder Engel?"
König. "Schwerer als gedacht fällt sie mir. Warum nur. Zögern ich tat immer, dich dieses Feuer ist anders. In mir lodert es, wie ein Brand im Walde."
(bricht in Tränen aus)
König. "Doch hilf mir doch! Hilfe! Warum bin ich allein? Warum? Nicht einmal meine Faust kann ich nun ballen. Gehorchen willst du mir nicht - ein miserabler König, ein Niemand. Keiner hört auf ihn."
(zündet Fackel an)
König. "Nein, aushalten tue ichs nicht mehr. Schmerz in den Erinnerungen. Den Obelisken muss ich sprengen - befreit werde ich dann sein."
König. "Doch warte - warte. Aus welchem Grund? Zuende werde ich es sein. Alles vorbei. Zuend. Vollständig verlaufen. Nein, will ich das? Verdammt sei ich - der Teufel in der Gurgel."

rating: 0+x

Included page "component:image-block" does not exist (create it now)

Objekt-Nr.: SCP-XXX-DE

Klassifizierung: Alle gefundenen Instanzen von SCP-XXX-DE werden in einer Aufbewahrungskammer in Standort-DE██ aufbewahrt.

Sicherheitsmaßnahmen:

Beschreibung: